Gedanken zur Kunst und der Welt

Chaos und Ordnung

welche Bedeutung hat Ordnung in der Kunst?

 

Dieses Wochenende eröffnete ich mein neues Atelier in Bochum. Am Samstag zur Eröffnungsvernissage meinte eine der Gäste über ein Bild das Ihr sehr gefiel: wenn ich es kaufen würde, was ich gerne täte, da es mir sehr gefällt, dann würde ich es aber um 90 Grad gedreht aufhängen. Wieso? Ja, weil, schau mal hier, da sehe ich ein Gesicht und das käme dann besser zur Geltung!

 

Diese Gesicht waren „nur“ Farbflächen als Teil eines größeren Ganzen. Das „Gesicht“ wurde herein gesehen.

 

Dies ist ein sehr oft wahrzunehmendes Phänomen. Der Mensch hat ein so großes Bedürfnis nach Ordnung, dass das Gehirn sofort nach ordnenden Elementen sucht, und zur Ruhe kommt in dem geschauten „Gesicht“.

 

Was wenn Kunst die Ordnung verweigert, bewusst das Chaos als Form wählt? Zum Beispiel bei viele Bildern der amerikanisch inspirierte abstrakte Malerei, wie bei, um nur ein paar Namen zu nennen: Frankenthaler, Pollock, Krasner,

 

Oder die Ordnung bewusst zerstört wird wie bei einem Picasso?

 

Wie wirkt die Unordnung in der im Tiefsten nach Ordnung suchende Betrachter. Löst dies Unordnung, Desorientierung im Inneren des Betrachters aus. Ist das Chaos in vielen der abstrakten Werken ein Spiegel unserer Zeit, unserer Gesellschaft?

 

Haben wir als Künstler nicht die Möglichkeit durch aus innerer Ordnung, aus Suchen nach Übergeordnete Formkraft, unsere Werken zu Gestalten und damit der Betrachter stärkend zu Begegnen mit unseren Werken, da wo er nach Gestalt Suchender ist.

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