Gedanken zur Kunst und der Welt

Ökonomie-Mensch-Kultur

Der erste deutsche Wirtschaftsminister nach dem zweiten Weltkrieg, Ludwig Erhardt, der die deutsche Wirtschaftsschaftspolitik nach dem liberalen Modell der sozialen Marktwirtschaft ausrichtete, sprach schon Ende der vierziger Jahren aus, wie in der kurzen Zeit seit dem Ende des Krieges diese Marktwirtschaft die Geister und die Menschen gewandelt hat. Und er brachte sein „wahrhaft Glücklich“ sein darüber zum Ausdruck, wie Rasch und wie Total diese Umschwung des Denkens sich vollzogen hat.

Sechzig Jahre später wird dieses Modell vertieft unter Angela Merkel: die Demokratie soll nach Neo-Liberale Gesichtpunkten nun marktkomform gestaltet werden. Der Mensch, als soziales, kulturelles, individuelles Wesen, soll keine Rolle mehr spielen.

Nur die Kunst, als Animation für die Elite wird gefördert und hat seinen Platz für diesen kleinen auserlesenen Kreis.

Für die Massen gibt es die verordnete Unterhaltung in der Form unzählige Fernsehshows.

Für die Kunst als Ausdruck eines freien und individuellen Suchen und Ringen werden die Rahmenbedingungen schwieriger und schwieriger. Es wird mit allen Mitteln versucht die Kunst als lebendige Kraft der Volksseele verstummen zu lassen, aus Angst für die Macht des autonom denkenden Individuums. Anstatt dieses soll als Mitglied der Gesellschaft ein marktkonformes, ökonomisches, konsumierendes, dumpfes Angstwesen im Halb-Schlaf dahin vegetieren.

Wir Künstler sind um so mehr gefordert unsere Impulse zu prüfen und an deren Verwirklichung mit aller Kraft zu arbeiten.

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